Online-Fortbildung Diskriminierung und Rassismus im Gesundheitswesen

Online-Fortbildung für Hebammen und Fachpersonen in der Frauenbegleitung

„Aber ich wollte doch gar nicht diskriminieren.“

Diskriminierung beginnt selten laut. Oft beginnt sie viel früher: in Sprache, Zuschreibungen, Bildern im Kopf und darin, wessen Perspektive wir für selbstverständlich halten. Gerade in einer Zeit, in der rassistische, menschenfeindliche und rechtsextreme Positionen wieder sichtbarer werden und sich gesellschaftliche Grenzen verschieben, braucht es Aufmerksamkeit für die leisen Veränderungen.

Denn das, was gesellschaftlich normaler wird, bleibt nicht außerhalb von Praxisräumen, Kliniken und Kreißsälen. Vorurteile beeinflussen, wie wir zuhören, Beschwerden bewerten, Entscheidungen treffen und Menschen begegnen. Gute Absichten allein schützen nicht davor. In dieser Fortbildung setzt du dich mit unbewussten Vorurteilen, Rassismus und Diskriminierung im Gesundheitswesen auseinander. Du lernst, subtile Muster früher wahrzunehmen, das eigene professionelle Handeln zu reflektieren und konkrete Veränderungen in deinem Arbeitsalltag umzusetzen.

Diskriminierungssensible Begleitung ist keine Zusatzkompetenz. Sie gehört zu professioneller Gesundheitsversorgung.

Wann: Dienstag, den 06. Oktober 19 – 21:00 Uhr

Ab 25,00 

Umsatzsteuerbefreit gemäß UStG §19
Lieferzeit: keine Lieferzeit (digitales Produkt)

Für wen ist der Workshop geeignet?

Die Fortbildung richtet sich an Hebammen, Hebammenstudierende und Fachpersonen aus Medizin, Beratung und psychosozialer Begleitung, die ihre professionelle Haltung reflektieren und diskriminierungssensibler arbeiten möchten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Entscheidend ist die Bereitschaft, das eigene Denken und Handeln offen zu reflektieren

Besonders passend ist sie für dich, wenn du

  • Menschen in sensiblen Lebensphasen begleitest

  • im Gesundheitswesen oder in beratenden Berufen arbeitest

  • eigene Vorurteile und Routinen bewusster hinterfragen möchtest

  • Rassismus und Diskriminierung früher erkennen willst

  • mehr Sicherheit im Umgang mit schwierigen oder ambivalenten Situationen suchst

  • konkrete Impulse für eine respektvolle und professionelle Begleitung mitnehmen möchtest

Deine Referentin:

Ich freue mich sehr, dass ich zu diesem Thema eine sehr erfahrende Referentin gewinnen konnte:

Ira Schumann ist systemische Coach, Diversity-Trainerin und Fortbildnerin mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen Diversität, Inklusion und Diskriminierungssensibilität. Sie hat einen M.A. in Rehabilitationspädagogik und arbeitet seit über 20 Jahren zu Fragen gesellschaftlicher Vielfalt.

Zu ihren Schwerpunkten gehören Themen, wie: Diversität, Gewichtsdiskriminierung, Body Shaming, Körperakzeptanz sowie diskriminierungssensible Kommunikation und Beratung. In Fortbildungen und Coachings verbindet sie fachliche Perspektiven auf strukturelle Diskriminierung mit konkreten Handlungsmöglichkeiten für den beruflichen Alltag.

Neben ihrer Tätigkeit als Coach und Referentin war und ist sie in verschiedenen Projekten zu inklusiver Organisations- und Schulentwicklung tätig und übernimmt Lehraufträge und Fortbildungen zu Diversität und Inklusion.

Was dich erwartet:

Diese Fortbildung verbindet fachlichen Input, Selbstreflexion und konkrete Praxisbeispiele. Du setzt dich damit auseinander, wie Vorurteile, Zuschreibungen und gesellschaftliche Bilder in professionellen Begegnungen wirksam werden – oft subtil und unbeabsichtigt. Dabei geht es nicht um Schuld, sondern um Wahrnehmung, Verantwortung und Handlungssicherheit.

Du lernst:

  • typische Formen von Diskriminierung im Gesundheitswesen zu erkennen,

  • eigene Denk- und Bewertungsmuster bewusster wahrzunehmen,

  • subtile Grenzverschiebungen in Sprache und Verhalten früher zu erkennen,

  • Sprache und Kommunikation diskriminierungssensibler zu gestalten

  • Kommunikation und professionelles Handeln diskriminierungssensibler zu gestalten,

  • konkrete Handlungsansätze für dich persönlich und deinen beruflichen Alltag zu entwickeln

Im Mittelpunkt stehen Diskriminierung und Rassismus im Hebammenalltag – mit direktem Bezug zu Beratung, Begleitung, Teamarbeit und medizinischer Versorgung.

Dauer & Kosten:

Die Fortbildung beginnt um 19:00 Uhr und geht bis ca. 21:00 Uhr. Davon sind die letzten 30 Minuten für Austausch und Fragen vorgesehen.

  • Wann: Dienstag, den 06. Oktober 19:00 – 21:00 Uhr – ONLINE per ZOOM

  • Dauer: 19:00 – 20:30 Uhr Workshop mit anschließender Austausch- und Fragerunde (bis 21:00 Uhr)

  • Kosten: Hebammen 35€, Heb.Stud. 25€ und andere Berufsgruppen 45€

Warum diese Fortbildung gerade jetzt so wichtig ist!

Diskriminierung entsteht nicht erst dort, wo Menschen offen abgewertet werden. Sie beginnt oft früher: in Sprache, Routinen, Zuschreibungen und darin, was als „normal“ gilt.

Gerade in einer Zeit, in der rassistische und menschenfeindliche Positionen wieder sichtbarer werden und sich gesellschaftliche Grenzen verschieben, braucht es Aufmerksamkeit für die subtilen Veränderungen.

Denn gesellschaftliche Entwicklungen bleiben nicht außerhalb von Praxen, Kliniken und Kreißsälen.

Diese Fortbildung ist wichtig, weil …

  • Weil eine gerechte Gesundheitsversorgung bei uns selbst beginnt. Wer Diskriminierung erkennt und Handlungssicherheit entwickelt, trägt aktiv zu mehr Würde, Sicherheit und Versorgungsqualität bei.

  • Weil Diskriminierung die Gesundheitsversorgung beeinflusst. Vorurteile wirken auf Kommunikation, Diagnostik, Behandlung und darauf, ob Beschwerden ernst genommen werden.

  • Weil gute Absichten nicht automatisch vor Diskriminierung schützen. Entscheidend ist nicht nur, was wir beabsichtigen, sondern auch, wie unser Handeln bei Patient*innen wirkt.

  • Weil Rassismus auch im Gesundheitswesen Realität ist. Unterschiedliche Zuschreibungen, Stereotype und strukturelle Barrieren beeinflussen Versorgung und Vertrauen.

  • Weil professionelle Haltung Selbstreflexion braucht. Fachwissen allein reicht nicht. Auch eigene Denkmuster, Sprache und Routinen müssen überprüft werden.

  • Weil Patient*innen heute sensibler für Diskriminierung sind. Sie erwarten zu Recht respektvolle, individuelle und diskriminierungssensible Begleitung.

  • Weil kleine Veränderungen im Alltag viel bewirken! Sprache, Anamnese, Ausstattung, Gesprächsführung und Entscheidungsprozesse lassen sich konkret verändern.

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FAQs:

Nein, dieses Seminar wird nicht aufgezeichnet. Bitte sei LIVE dabei!

Wir weisen die Zeit und die Inhalte aus auf der Teilnahmebescheinigung. Zertifizieren können wir die Fortbildung in Schleswig-Holstein leider nicht, da sich niemand zuständig fühlt dafür hier (und wir haben uns dafür extra hoch ins Gesundheitsministerium telefoniert). Aber auf Nachfrage bei Gesundheitsämtern anderer Bundesämter langt eine Bescheinigung über die Teilnahme in der Regel aus für die Anerkennung. Wenn du besonderen Anforderungen für die Ausstellung der Teilnahmebescheinigung hast, teile uns dies bitte VORAB mit.

Ja, diese Fortbildungsreihe ist explizit für Hebammen & WeHen (werdende Hebammen) gedacht. ÄrztInnen und andere Berufsgruppen können selbstverständlich aber auch teilnehmen. Wenn du einer anderen Berufsgruppe angehörst, dann nimm bitte vorher Kontakt mit uns auf und wir überlegen, ob eine Teilnahme trotzdem möglich ist.

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